Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Vögel und Fledermäuse

Seit dem Jahr 2000 sammelt die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg bundesweit alle verfügbaren Informationen über Kollisionsopfer an Windkraftanlagen. Dies reicht von Ergebnissen größerer Projekte über Stichprobenserien bis zu Zufallsfunden. Die Daten werden nach einem standardisierten Fundprotokoll abgefragt und zusammengestellt. Die auf der Website der Vogelschutzwarte verfügbaren Daten sind nur eine Übersicht; die Gesamtdokumentation enthält zusätzliche Informationen zu jedem Einzelfall.

Datum
14.07.2021
Autor
AGW
Kategorie
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Quellen
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lesen auf lfu.brandenburg.de

Für Deutschland sind mittlerweile mehr als 4.500 Kollisionsopfer bei Vögeln und etwa 4.000 Fälle bei Fledermäusen dokumentiert. Trotz des heterogenen Inhaltes der Datenbank sind somit wissenschaftliche Auswertungen möglich – Hochrechnungen, Analysen zur Betroffenheit einzelner Arten und Altersklassen, Phänologie der Verluste, Auswirkungen einzelner Anlagentypen und Größenklassen, gebietsspezifische Unterschiede, sonstige Einflussfaktoren usw. Für quantitative Aussagen wie z. B. Hochrechnungen sind zusätzliche Korrekturfaktoren (vor allem Sucheffizienz und Schwundrate) erforderlich. So enthält die Datensammlung bis zum Mai 2021 für Brandenburg 122 Funde des Rotmilans, während eine Analyse vorliegender systematischer Untersuchungen (Bellebaum et al. 2013) mehr als 300 Opfer pro Jahr erbrachte. Insofern zeigt die Datensammlung in quantitativer Hinsicht nur die Spitze des Eisberges.

Quelle: Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), Newsletter vom 14.07.2021

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